KHK © - "klassische" und "neue" Risikofaktoren bei Koronarer Herzerkrankung -
Die KHK ist eine komplexe Erkrankung, die nicht auf eine einzige Ursache
zurückgeführt werden kann, sondern von vielen verschiedenen Risikofaktoren
beeinflusst wird. Risikofaktor bedeutet dabei, dass das Vorhandensein eines
Faktors die Wahrscheinlichkeit des Auftretens erhöht bzw. das Fortschreiten
einer Krankheit beschleunigt. Mit einem hohen
Wir müssen uns
also alle bekannten Risikofaktoren anschauen und optimieren. Die „klassischen“
etablierten Risikofaktoren bei der KHK sind Rauchen,
Diabetes,
Neben den
klassischen Risikofaktoren sollte auch an
Bewegungsmangel
und
Stress
gedacht werden. Wenn man sich vor einer KHK schützen will, sollte
man sich mindestens dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde mit einer
Ausdauersportart in seinem individuellen Ausdauerbelastungsbereich bewegen.
Manche nichtrauchende, sportliche Vegetarier wundern sich, warum sie eine
KHK bekommen, beachten aber nicht, dass sie unter starkem
Daneben sollten
auch noch die „neuen“
Homocystein, das bei erhöhten Werten die Blutgefäße schädigen kann. Homocystein ist eine Aminosäure (Eiweißbaustein). Das Homocystein kann allerdings nicht in Eiweiß eingebaut werden, sondern ist nutzlos. Es entsteht ständig in unserem Stoffwechsel (z.B. aus dem in Fleisch reichlich enthaltenen Methionin), wird aber gleich wieder in andere, nützliche Aminosäuren umgebaut. Geschieht dies nur unzureichend, dann steigt der Homocysteinspiegel im Blut an, was das Risiko sowohl für Arteriosklerose als auch für Thrombose erhöht. Das bedeutet, dass sich die Gefäße leichter verengen können und in den verengten Gefäßen kann sich noch leichter ein Gerinnsel bilden, was letztlich zum Gefäßverschluss, zum Infarkt führt. Studien haben ergeben, dass bereits leichte Homocysteinerhöhungen das Risiko bereits so stark erhöhen wie deutliche Cholesterinerhöhungen. Das Risiko für Todesfälle durch Herzinfarkt oder Krebs verdoppelt sich nach epidemiologischen Studien bereits bei leichten Erhöhungen zwischen 10 und 15 μmol/l (siehe Abb. 1).
Bei Werten
über 15 ist das Risiko für Todesfälle bereits vervielfacht. Etwa ein Drittel der
Bevölkerung weist Werte über dem Optimalwert von 10 auf. Bei Patienten, deren
Gefäßerkrankung durch die üblichen Risikofaktoren nicht recht erklärbar
erscheint, wird man sogar noch häufiger fündig (entweder mit dem Homocystein
oder einem der anderen erwähnten
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Erhöhung durch: |
Senkung durch: |
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Alter |
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Rauchen |
Bewegung |
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LDL-Cholesterin |
HDL-Cholesterin |
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Gewicht |
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Wechseljahre |
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Wie Sie sehen gibt es einige Faktoren, die wir nicht beeinflussen können (z.B. Alter oder Wechseljahre), alle anderen Faktoren können Sie aber durchaus verändern (z.B. die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung, das Rauchen oder die Bewegung). Fatal ist, dass ein schlecht eingestellter Diabetes einerseits das Fibrinogen erhöht, andererseits beide Faktoren zusammen das Arteriosklerose- und Thromboserisiko enorm erhöhen. Alkohol in geringen Mengen senkt das Fibrinogen. Allerdings müssen Sie bedenken, dass mit Alkohol eine Gewichtsabnahme nur sehr schwer möglich ist. Wenn Sie bereits ein normales Gewicht haben, kein Bluthochdruck, keine Fettleber, keine erhöhte Harnsäure und keine erhöhten Triglyceride vorliegen, dann dürfen Sie sich gern ein Schlückchen genehmigen. Wenn nicht, dann sollten Sie darauf hinarbeiten, dass Sie sich wieder ein Schlückchen erlauben dürfen.
Das CRP (= C-reaktives Protein) steigt bei jeder Entzündung im Körper an. Ärzte verwenden diesen Marker zur Beurteilung der Aktivität von Entzündungen, dafür reichen allerdings grobe Werte aus, beispielsweise ob der Wert über 6 mg/dl liegt oder nicht. In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Arteriosklerose (nicht nur, aber) auch eine Entzündungskrankheit ist. Je mehr Entzündungsneigung im Körper vorhanden ist, desto rascher schreitet die Arteriosklerose voran. Um diese Art von Entzündung beurteilen zu können, reicht das übliche CRP allerdings nicht aus. Darum haben Laborärzte das so genannte hochsensitive CRP entwickelt, welches auch einen Bereich weit unterhalb der Werte, wie bei bakteriellen Entzündungen oder Rheumaschüben, quantitativ exakt abdeckt.
Wenn es gelingt, die
Entzündungsneigung im Körper zu minimieren, dann sinkt auch das CRP und man
erwartet einen langsameren
Arterioskleroseprozess.
Von den
Medikamenten haben
Acetylsalicylsäure
(=
ASS,
z.B. Aspirin
All das kann heute laborchemisch in Speziallaboren gemessen und von darin erfahrenen Ärzten interpretiert werden. Wenn eine „unerklärliche KHK“ vorliegt, dann müssen meines Erachtens diese Risikofaktoren bestimmt werden, da bei positiven Werten oft eine Erklärung für die KHK gefunden wird.
Schulmedizinisch
wird bei KHK als erstes Mittel der Wahl das
Es gibt eine
ganze Reihe von Inhaltsstoffen in Lebensmitteln, die sich bei KHK als äußerst günstig erwiesen haben, z.B.
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Vorsicht: In letzter Zeit kommen immer mehr „Wunderprodukte“ auf den Markt, die hohe Dosen Anthocyane (das sind Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung) enthalten. Auch wenn 100 g einer exotischen Frucht ein Vielfaches der bei uns üblichen rot-schwarzen Früchte enthält, gibt es in einer Kapsel in der Regel immer noch weniger als etwa in 100g Weintrauben oder Heidelbeeren. Grundsätzlich möchte ich Ihnen bei mit vollmundigen Versprechungen angepriesenen „Wundermitteln“ folgenden Tipp geben: Wenn Sie in einer Anzeige die Kombination folgender Merkmale finden: ►
hergestellt aus einem sehr
seltenen oder sehr exotischen Ausgangsstoff dann, ja dann können Sie sich wirklich sicher sein, dass es sich um eine sehr unseriöse Werbung handelt und der ahnungslose, vertrauensselige Konsument hier so richtig über den Tisch gezogen wird. Bleiben Sie kritisch! Also, nichts
gegen
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Denken Sie auch an andere Lebensmittel mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Tomaten oder Wassermelonen mit dem antioxidativ wirksamen Lycopin. Auch Knoblauch hat eine gefäßschützende Wirkung. Allerdings entspricht die wirksame Dosis 4 g Knoblauch, also etwa zwei großen Zehen – roh selbstverständlich, beim Kochen geht das wertvolle Allicin verloren. Die meisten Knoblauchpillen enthalten leider das nicht wirksame Knoblauchöl. Es muss schon Knoblauchpulver oder –extrakt sein. Die Tagesdosis sollte dabei aber nicht unter 1200 mg pro Tag liegen. Das wird nur von sehr wenigen Präparaten erreicht - von Kombinationspräparaten so gut wie nie.
Also lassen Sie sich bitte nicht von fragwürdigen Empfehlungen mit zweifelhaften ideologischen oder kommerziellen Motiven irre machen, sondern vertrauen Sie den Heilmitteln und den Lebensmitteln, die seit langem bewährt sind oder deren Wirkungen nicht nur theoretisch postuliert, sondern mit harten Beweisen belegt sind. Und vertrauen Sie den Selbstheilungskräften der Natur und Ihres Körpers.
Chefarzt der Inneren
Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.
Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
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